Die Geschichte des Spielboden
Der Spielboden wurde 1981 als Verein ( bzw. Forum für Jugend und
Kultur ) gegründet. Die Gründung erfolgte nach lange vorausgehenden
Forderungen der Dornbirner Jugendlichen und Kulturschaffenden nach
einem Jugendhaus, die 1981 in eine Jugendhausdemo vor dem Dornbirner
Rathaus mündete. Diese Forderung wurde maßgeblich vom Verein "Offenes
Haus Dornbirn" bereits seit 1970 (Flint-Festival) artikuliert. Vor der
Gründung des Vereines Spielboden wurden seit 1976 im notdürftig
adaptierten zweiten Stock der Dornbirner Stadthalle unter der
Verantwortlichkeit der Jeunesse musicale zahlreiche
Kulturveranstaltungen durchgeführt. Z.B: Verein Triangel: Vlgb
Rockbands. Verein Literaturforum: Lesungen. Jeunesse musicale;
Musikveranstaltungen, ua... Alle diese Initiativen wurden schließlich
im Vorstand des Vereines Spielboden zusammengeführt, blieben aber für
sich autonom. Obmann des Vereines Spielboden von 1981 bis 1986 war
Ulrich Gabriel, dann folgten Walter Rigger, Peter Niedermair, Rainer
Feurstein, Willi Pramstaller. Die wichtigsten Kulturprojekte waren in
dieser Zeit der Kulturversuch "Wecken & Animieren" (3 Jahre) mit
vielen großen Kulturaktionen (z. B: der Klangmaschinenwettbewerb 1984,
Politisches Kasperletheater ua..). Daneben kam es zu ständigen zum Teil
heftigen Auseinandersetzungen über die Kulturpolitik mit der Stadt
Dornbirn und dem Land Vorarlberg. Der Spielboden erarbeitete sich in
dieser Zeit einen ausgezeichneten Ruf als Kulturveranstalter weit über
die Grenzen des Landes hinaus.
Obmann Willi Pramstaller betrieb seit 1995 erfolgreich den Auszug des Spielboden aus der Stadthalle und den Neubau des Kulturzentrums in wesentlich größerem Ausmaß im Rhomberg Areal. Der Umbau konnte mit Unterstützung der Stadt Dornbirn, des Landes Vorarlberg und des Bundes schließlich realisiert werden. Im Oktober 1997 wurden die neuen Räume in Rhombergs Fabrik bezogen. Gleichzeitig gründete Pramstaller in Kooperation mit dem Vorstand die Kulturveranstaltungs GmbH, deren Geschäftsführer bis Juli 1998 er selbst war. Durch die hohen Baukosten, strukturelle und programmatische Probleme schlitterte die junge GmbH 1998 jedoch in eine Krise, die zum Rücktritt des Geschäftsführers und des gesamten Beirates führte. Von 28. Sept. 1998 bis 31. Dez. 1998 führten Reinhard Schiemer und Ulrich Gabriel gemeinsam die GmbH. Ab Jänner 1999 wurde Ulrich Gabriel zum alleiniger Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter der Spielboden KVA GmbH bestellt. Sehr erfolgreich betrieb er die nötige finanzielle, programmatische und strukturelle Sanierung, bevor er im Dezember 2005 seine Tätigkeit beendete. Im Jahr 2006 folgte ihm Robert Renk als Geschäftsführer nach, er verließ den Spielboden aber schon nach einem Jahr. Anfang 2007 formierte sich der Vereinsvorstand des Spielbodens neu. Jürgen Thaler folgte Günther Hagen als Obmann des Vereins nach. Die erste Aufgabe des neu gewählten Vorstands bestand in der Suche eines neuen Geschäftsführers. Nach einem Personalauswahlverfahren durch eine unabhängige Jury wurde Andreas Haim zum neuen Geschäftsführer des Spielbodens bestellt. Er leitet die GmbH bis heute.